Verkostungsbericht · Nosing & Tasting
Im Fassstärke-Fieber
Ungekürzt und unverdünnt — im Gasthaus Trompeter Dresden drehte sich im April alles um Whiskys in voller Fassstärke.
Im April hieß es im Historischen Gasthaus Trompeter Dresden: Wasser bitte selbst dazugeben. Unser Thema „Im Fassstärke-Fieber“ widmete sich Abfüllungen, die ohne Verdünnung direkt aus dem Fass in die Flasche kamen – mit entsprechend viel Kraft im Glas.
Die Auswahl im Glas
- Glen Scotia — der ruhigere Einstieg aus Campbeltown, salzig-maritim mit einer leicht öligen Textur.
- Glenfarclas 105 Hourglass Limited Edition — ein Schwergewicht: satte Sherrywürze, Rosinen und Trockenfrüchte, getragen von deutlich über 50 % Alkohol.
- Ardbeg Ten Years Old Cask Strength — der intensive Abschluss: geballter Torfrauch, Zitrusfrische und ein langer, kräftiger Nachhall.
Unser Fazit
Fassstärke bedeutet nicht automatisch „schwierig zu trinken“ – mit ein paar Tropfen Wasser öffneten sich bei allen drei Whiskys neue Aromenebenen, was am Tisch für die eine oder andere Verkostungs-Diskussion sorgte. Ein Abend, der zeigte, wie viel Spielraum die eigene Verdünnung im Glas lässt.
Slàinte mhath!